17.06.2009 23:30 ARD: Wenn alte Menschen sich umbringen

"Das Leben ist ein Recht, keine Pflicht", sagt der 76-jährige ehemalige Strafverteidiger Ulrich N.. Dreimal hat der Hamburger schon versucht, sich das Leben zu nehmen. Der tägliche Kräfteverfall deprimiere ihn, hat der ehemals erfolgsverwöhnte Jurist seiner Tochter erklärt, er fühle sich überflüssig. "Im Grunde bedeutet Altwerden, dass man immer häufiger Abschied nehmen muss, von den körperlichen und geistigen Fähigkeiten, von Anerkennung, von Freunden, vom Lebenspartner", so die 72-jährige Christel V., die vor einem Jahr ihren Mann verloren hat. Die Flensburgerin wollte nicht mehr leben und hat sich selbst in die Psychiatrie einweisen lassen, um etwas gegen ihre Depressionen zu tun. Fast alle zwei Stunden stirbt ein Mensch über 60 Jahre in Deutschland durch eigene Hand. Während der Suizid bei jüngeren Menschen seltener wird, steigt die Zahl bei älteren Menschen. Es ist eine Kleinstadt, die da jedes Jahr verschwindet. Ein leises Gehen. Denn der Suizid alter Menschen findet keine Öffentlichkeit. Was treibt alte Menschen in den Tod? Welche Ängste quälen sie? Wie soll man mit dem Wunsch zu sterben umgehen?

30.5.09 10:04

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